Kunden melden seltsame Nachrichten von Ihrer Adresse, Sie erhalten Warnungen zu unbekannten Anmeldungen oder Mails verschwinden aus dem Posteingang. Dann zählt jede Stunde.
Woran Sie einen gehackten Account erkennen
- Kontakte erhalten Nachrichten, die Sie nicht geschrieben haben.
- Im Ordner «Gesendet» stehen fremde Mails, oder er wurde geleert.
- Sie sehen Anmeldungen aus Ländern, in denen Sie nicht waren.
- Antworten auf Ihre Mails bleiben aus, weil sie umgeleitet werden.
Die ersten 30 Minuten
- Passwort ändern, und zwar von einem Gerät, dem Sie vertrauen. Ist Ihr Computer selbst infiziert, sieht der Angreifer das neue Passwort sofort.
- Alle Sitzungen abmelden. Die meisten Anbieter können alle angemeldeten Geräte auf einmal abmelden.
- Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten, falls sie noch nicht aktiv ist.
- Regeln prüfen. Angreifer legen gern Weiterleitungen oder Posteingangsregeln an, die Mails heimlich kopieren oder löschen. Diese Regeln überleben eine Passwortänderung.
- Verbundene Apps entfernen, die Sie nicht kennen.
Kunden und Partner warnen
Gekaperte Postfächer werden oft für Rechnungsbetrug genutzt: Der Angreifer liest mit, wartet auf eine offene Rechnung und schickt dann im Namen Ihres Betriebs eine «neue Bankverbindung». Informieren Sie Ihre wichtigsten Kunden kurz und bitten Sie sie, Änderungen von Zahlungsangaben immer telefonisch bei Ihnen zu bestätigen.
Herausfinden, wie es passiert ist
Ohne Ursache passiert es wieder. Die häufigsten Wege sind eine gefälschte Anmeldeseite, ein Passwort, das auch bei einem anderen, gehackten Dienst verwendet wurde, oder Schadsoftware auf einem Gerät. Lassen Sie die betroffenen Geräte prüfen, bevor Sie sich dort wieder anmelden.
Den Vorfall melden
Cybervorfälle können beim Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) gemeldet werden. Ist Geld abgeflossen, gehört der Fall zusätzlich zur Polizei. Waren Personendaten von Kunden betroffen, sollten Sie prüfen, ob nach dem Datenschutzgesetz eine Meldung an den Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten nötig ist. Im Zweifel holen Sie dafür fachlichen Rat ein.
Damit es nicht wieder passiert
Zwei-Faktor-Anmeldung für alle Postfächer, ein Passwortmanager statt wiederverwendeter Passwörter und eine kurze Schulung zu gefälschten Mails verhindern den grössten Teil solcher Fälle. Mehr dazu in unserem Ratgeber IT-Sicherheit für KMU im Wallis.
Ist es bei Ihnen gerade passiert? Rufen Sie an: +41 79 122 10 94. Für laufende Betreuung siehe IT-Support Wallis.
